Artikel-Schlagworte: „Philosophie“

Vom Kerbholz zu x – Ulrike Kregel: Bild und Gedächtnis

kerbholzDass das Erinnern und das bildliche Vorstellen etwas miteinander zu tun haben, muss man nicht lange erklären. Wie genau Gedächtnis und Bilder zusammenhängen, ist aber alles andere als geklärt. Die Medienwissenschaftlerin Ulrike Kregel hat zu dem Thema ein Buch geschrieben. In dem Band unternimmt sie allerdings einiges mehr als nur eine Theorie des Bildgedächtnisses. Denn tatsächlich kommt sie zum Thema des Gedächtnisses erst auf Seite 155 von 270. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bildtheorie oder Kunstphilosophie?

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reck_cover_01Wir werden auch Themen behandeln wie den iconic turn, also die Frage, ob es eine universale Bildwissenschaft gibt und was diese mit den Medien zu tun hat(245),  verspricht Hans-Ulrich Reck. Die Antwort überlässt er seinem Freund Bazon Brock, der lakonisch zweierlei festhält: Der eigentliche iconic turn besteht darin, dass heute vor Gericht niemand mehr das Argument abgenommen wird, dass er durch Bilder getäuscht worden sei. Selbst in der Rechtsprechung geht man davon aus, dass jeder, der mit Photographie, Film, Fernsehen aufgewachsen ist, nicht mehr vor Gericht einklagen kann, dass zwischen dem im Reiseprospekt abgebildeten Hotel mit Sandstrand und dem real von ihm wahrgenommenen Hotel vor Ort eine einklagbare Differenz besteht.(267) Die andere Seite des iconic turn sieht Brock in der Schlacht um die Ausildungsprogramme, und damit geht es zurüpck zur Unvermeidlichkeit der Kunst: Diesen Beitrag weiterlesen »

Bilder, Dinge und das Denken

tete_de_genievon Jochen Ebmeier

Zwischen Sein und Bedeutung unterscheiden wir, weil wir die Dinge selbst nicht „aussprechen“ können, sondern nur bezeichnen. Auch die Bilder „sind“ nicht die Dinge, die Sachverhalte, die Geschehnisse, sondern bedeuten sie nur.

Sprachspiele?

Das Zeichen kann ich aussprechen, aber es „bedeutet“ etwas anderes: ein Ding, ein Sachverhalt, ein Geschehen. Man möchte meinen, das käme davon, dass wir nur durch unsere Sprache denken können. Wir denken ja auch nicht Dinge, sondern wir denken von den Dingen, über die Dinge. Das allerdings können wir auch ohne Sprachzeichen: in Bildern, in bildlichen Abläufen. Diesen Beitrag weiterlesen »