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	<title>Iconic Turn &#187; Kino</title>
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	<description>Neues aus den Bildwissenschaften</description>
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		<title>Cargo: Zeitschrift für Filme und Bilder</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 10:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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Ein Kinomagazin? Neu gründen? Das hört sich in Zeiten, in denen der Filmbranche noch droht, was die Musikszene gerade durchlebt, und Zeitschriften der Reihe nach eingestellt werden, nahezu absurd an. Wäre das Magazin nichts weiter als ein Heft über Kino, sein Erscheinen käme tatsächlich einer Verzweiflungstat gleich. Aber der Untertitel der Zeitschrift lautet Film / [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-41" title="cargo_cover" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/06/cargo_cover.jpg" alt="cargo_cover" width="200" height="196" />Ein Kinomagazin? Neu gründen? Das hört sich in Zeiten, in denen der Filmbranche noch droht, was die Musikszene gerade durchlebt, und Zeitschriften der Reihe nach eingestellt werden, nahezu absurd an. Wäre das Magazin nichts weiter als ein Heft über Kino, sein Erscheinen käme tatsächlich einer Verzweiflungstat gleich. Aber der Untertitel der Zeitschrift lautet <em>Film / Medien / Kultur</em> und verrät damit schon, dass es um mehr als Filme geht. Tatsächlich drehen sich die Texte um Bilder in einem allgemeineren Sinn, um Leute die Bilder herstellen und um andere, die sie ansehen, sich dazu Gedanken machen und darüber schreiben.<span id="more-40"></span> Cargo ist eine Illustrierte in einem anderen Sinn. Das Bild ist nicht nur ihr Medium, sondern auch ihr Thema. Dazu kommt, dass fast alles, was im Heft gedruckt ist, <a href="http://www.cargo-film.de/">online</a> steht. Auf der Seite findet sich dazu noch ein <a href="http://www.cargo-film.de/blog/">Blog</a>, der nicht nur gut gestaltet ist, sondern auch laufend aktualisiert wird.</p>
<p>Die Liste der Autoren und Texte des ersten Heftes liest sich sehr gut: Herausgeber Bert Rebhandl schriebt unter anderem über Tom Tykwer, ein kommentierter Comic von Christian Petzold, kurze Texte von Cord riechelmann und Diedrich Diedrichsen. Notizen zu Büchern von Jonathan Beller oder Victor Stoichita. Dazu online ein <a href="http://www.cargo-film.de/">Gespräch von Anke Westphal und Bert Rebhandl mit Slavoj Zizek</a>.</p>
<p>Fast könnte man meinen, das Kino sei gar nicht am Sterben. Ist es aber doch. Daran wird auch Cargo wenig ändern können. <em>Film ist in der Gegenwart zu einem Frachtgut geworden, das an unterschiedlichsten Orten versandt und gelöscht wird.</em> Ob die Fracht, die den Hafen als Film verlässt, auch als Film anderswo als Film ankoomt, oder als Video, Clip, Serie oder Datei spielt keine Role, denn als Bildmagazin kann sich Cargo mit auf die Route begeben, an deren Endpunkt aus dem Film etwas anderes geworden sein wird, was auch immmer. Denn die Reise der Bilder beginnt erst.</p>
<p>__________________</p>
<p>CARGO &#8211; Film / Medien / Kultur</p>
<p>Viertelhährliches Magazin, 8,90€</p>
<p>www.cargo-film.de</p></div>
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		<title>Das Kino ist tot, lang lebe das Kino</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Feb 2007 09:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Greenaway]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Peter Greenaway endete am 9. Februar die Reihe der Berliner Thyssen- Vorlesungen zur Ikonologie der Gegenwart. 111 Jahre lang hat sich das Kino, so der Regisseur, Maler und Autor, nicht weiter entwickelt. You have never seen cinema. Nach wie vor, so Greenaway, sei Kino nichts anderes als  illustrierter Text.
Was sind die grössten Filme der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-221" title="greenaway" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/06/greenaway.jpg" alt="greenaway" width="200" height="241" />Mit <a href="http://petergreenaway.co.uk/" target="_blank">Peter Greenaway</a> endete am 9. Februar die Reihe der Berliner Thyssen- Vorlesungen zur Ikonologie der Gegenwart. 111 Jahre lang hat sich das Kino, so der Regisseur, Maler und Autor, nicht weiter entwickelt. <span style="font-style: italic;">You have never seen cinema.</span> Nach wie vor, so Greenaway, sei Kino nichts anderes als  illustrierter Text.</p>
<p>Was sind die grössten Filme der letzten Jahre? Eine rhetorische Frage, die er umgehend selbst beantwortete: Harry Potter und Der Herr der Ringe, beide illustrierte Bücher. Seit 1920 tritt der Film auf der Stelle, findet nicht zum Bild. <span id="more-220"></span></p>
<p>Zum einen Mangel kommt im Kino ein zweiter: die falschen Filme sieht ein Publikum, das nie wirklich sehen gelernt hat. Das allgemeine Wissen über Bilder verharrt auf dem Kenntnisstand des  Impressionismus. So bleibt das Kino eine Mischung aus Theater und Literatur, mit Glück kommt etwas Malerei hinzu.</p>
<p>Vor starken Thesen schreckt Greenaway in keinem Moment zurück. Sein enGlauben an die Avantgarden, an den Heroismus der Moderne  vertritt er ungebrochen und mit dem festen Ziel, ihn auf das Kino übertragen.</p>
<p><img style="border-style: solid; border-width: 0px; width: 230px; height: 224px; float: left; margin-right: 10px; margin-bottom: 5px;" src="http://www.iconicturn.de/uploads/RTEmagicC_peter_greenaway_hu.jpg.jpg" alt="" />Vier Tyranneien prägen das Kino der Gegenwart. Zur Tyrannei des Rahmens und des Textes tritt die des Schauspielers. Was ist ein<br />
Schauspieler? <span style="font-style: italic;">Eine Person, gelernt hat, so zu tun gelernt als sei sie unbeobachtet. </span>Ihre Haupttätigkeit? <span style="font-style: italic;">to fuck and to die.</span></p>
<p>Dazu kommt die Tyrannei der Kamera. Denn sie kann nichts anderes als aufnehmen als die äußere Welt. Aus diesem Grund habe Sergej Eisenstein den Comicfilmer Walt Disney als den einzig wahren Filmemacher bezeichnet.</p>
<p>Greenaway wäre nicht er selbst, hätte er nicht für alle aufgeführten Probleme Lösungen parat. Die Revolution der Bilderwelt entfaltet er exemplarisch in seinem neuesten Projekt <a href="http://www.tulseluper.net/index.html" target="_blank">The Tulse Luper Suitcase</a>. Eine Episodengeschichte, erzählt in Gestalt von 92 Koffern, zugleich im Medium Film, als interaktive CD und als Computerspiel.</p>
<p>Nach den unerhörten Ankündigungen zeigte Greenaway ein Stück des neuen Films. Wie nicht anders zu erwarten, hieltn die Bilder seinem Anspruch nicht stand. Sie zeigten kittschiges, buntes Sprechtheater. Von der erhofften avantgardistischen Erweiterung des Kinos keine Spur.</p>
<p>Auf die abschließende Frage Gottfried Boehms, ob es nicht heißen müsste: <span style="font-style: italic;">Long live the picture</span> wich Greenwaway mit dem Hinweis aus, Picture sei ein sehr eigenartiger Begriff. Die Feinheiten der englishcen Sprache wurden leider nicht weiter thematisiert. Man einigte sich ohne weitere Umschweife auf die Ersatzlösung <span style="font-style: italic;">Long live the image</span>.<br />
Abb. 1: petergreenaway.co.uk</p>
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