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Iconic Turn – Pictorial Turn?

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boehm_mitchellIn Wien trafen vor kurzem zwei Grand Seigneurs der Bildforschung aufeinander: Gottfried Boehm und W.T.J. Mitchell. Auf der Tagung “Bildwissenschaft? Eine Zwischenbilanz” konnte man erstmals die beiden Koryphäen im Doppelpack erleben. Wir haben ein paar Zitate aufgelesen.

Gottfried Boehm:

Das Konzept des Iconic Turn ist weit mehr als ein „Aufmerksamkeitsfaktor“, denn hinter dem Begriff verbirgt sich ein wissenschaftliches Konzept. Der Linguistic Turn hat alle Erkenntnis auf Sprache zurückgeführt. Die Wiederkehr der Bilder hing damit zusammen, dass der Linguistic Turn eine Begründungsschwäche in sich trägt. Man versteht aber auch Sprache nicht angemessen, wenn man das Deiktische ausschließt. Das Wichtige an den Bildern ist das Zeigende (Deixis). Diesen Beitrag weiterlesen »

Pictures want to be kissed

, – von Mitchell, WJT

mitchel_wjtBilder wollen geküsst werden, denn sie haben ihr eigenes Begehren. Der Erfinder des Pictorial Turn, W.T.J. Mitchell spricht in einem Interview über Lacan und die Frage, was Bilder wollen.

You say that pictures have their own lives and their own desires. You are actually writing a book about the lives and loves of images. Its title will be What do pictures want? What do you think pictures want?

Pictures want to be kissed. But then the question is: What is a kiss? A kiss is a gesture of affection, but it is also something which is beyond affection: the desire to incorporate. It is like something cannibalistic: the wish to incorporate something into you or the wish to be taken in by something. Eating and being eaten. I think one of the constitutive desires that make pictures what they are is that they are designed to be taken in. Diesen Beitrag weiterlesen »

Cloning Terror

, – von Mitchell, WJT

mitchell_lectureCloning Terror: The War of Images from 9/11 to the Abu Ghraib Photographs

Iconic Turn Lecture

Iconic Turn. Advantages of Neglect

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kohlhaas_lPost Iconic Turn. Advantages of Neglect

Iconic Turn Lecture

Iconic Turn?

, – von Sauerländer, Willibald

sauerländer_bushAngesichts des Massenkonsums von Bildern drohen wir in die ästhetische Unmündigkeit, in die Idolatrie zurückzufallen, und das dürfen wir nicht zulassen. Wir brauchen daher nicht nur aus kunstgeschichtlichen und ästhetischen, sondern mehr noch aus zivilen und öffentlichen Gründen einen kritischen Ikonoklasmus der visuellen Wahrnehmung. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ortlosigkeit und Bilderfülle

, – von Weibel, Peter

weibel_ilIn der virtuellen Realität, den computerbasierten Umgebungen, wandelt sich die Rolle des Bildes. Ortlos, ohne Existenz eines Originals, wird das Bild zu einer Schnittstelle für die Handlungen verschiedener Personen in Echtzeit.

Die zeitliche Verzögerung zwischen Äußerung und Wahrnehmung, Ursache und Wirkung, verschwindet. Über das Bild können telematisch Handlungen an einem weit entfernten Ort ausgeführt werden. In Multi-User-Environments kommunizieren zahlreiche Personen miteinander, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, über unterschiedlichste visuelle Environments. Diesen Beitrag weiterlesen »

Iconic Turn weitergedreht

, – von Burda, Hubert

burda_muenzeIn den vergangenen Jahren hat sich in dem traditionsreichen Fach Kunstgeschichte viel verändert. Ein Blick in die Vorlesungs- verzeichnisse deutschsprachiger Universitäten zeigt, dass man die splendid isolation, in der sich die Kunstgeschichte einmal ausschließlich mit der Kunst befasst hat, verlassen hat.  Diesen Beitrag weiterlesen »