Geschichte, Kunst, Medien
Der Sammelband MediaArtHistories unternimmt, den Versuch, das Genre der Medienkunst mit ihren verschiedenen Geschichten ein Stück weiter in den Kanon der Kunst einzufügen. Denn noch immer – oder vielleicht auch mehr denn je – ist sie in Galerien, Großausstellungen und Museen kaum vertreten.
Statt dessen ist Medienkunst ein Genre geblieben, das in mehr oder weniger geschlossen Kreisen, an wenigen zentralen Orten und in akademischen Zirkeln zirkuliert. Bei dem Versuch, ihre Geschichte zu konstruieren, legt das Buch unfreiwillig einige der Gründe offen, warum Medienkunst eine Nischenkultur geblieben ist, die weder auf Kunst noch auf den Rest der digitale Kultur merklich ausstrahlt. Denn Kunst im allgemeinen kommt gut mit Medien, aber auch ohne ein explizites Genre namens Medienkunst zurecht. Und Medien werden längst nicht mehr von Künstlern und ihren Werken vorangebracht, sondern von Unternehmensgründern und Programmierern. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Geschichte, Repräsentation – von Zanker_Paul
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Ästhetik, Geschichte – von Giuliani, Luca
Was können Bilder und was leisten Texte? Weil Worte nacheinander gelesen und Bilder auf einen Blick erfasst werden, gab der Dichter Gotthold Ephraim Lessing der Literatur gegenüber der bildenden Kunst den Vorrang. Der Archäologe Luca Giuliani meint, dass sich keine dieser Thesen halten lässt.
Die Diskussion über Dauer und Art der ästhetischen Wahrnehmung ist uferlos: zu Anfang des 18. Jh. betonte Roger de Piles in seinem Cours de Peinture par Principes die entscheidende Bedeutung des allerersten Anblicks (”le premier coup d’oeil”); Herder machte in seiner Erwiderung auf Lessing aus diesem premier coup d’oeil den Einstieg in eine Kontemplation, die kein Ende hat: “der erste Anblick sei permanent, erschöpfend, ewig”. Das Problem ist bis heute ungelöst: man weiß, wann man anfängt, ein Bild zu betrachten; aber man weiß – anders als bei einem Text – leider nie, wann man fertig ist. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Geschichte – von Primavesi, Oliver
Bilder sind Medien in dem Sinne, dass sie, wie andere Medien auch, etwas wiedergeben, was sie nicht selbst sind. Was etwas wiedergeben will, kann aber nicht selbst das sein, was es wiedergibt. Ein Plädoyer für eine Medientheorie.
In platonischen Dialogen kommt es häufig zu folgender Situation. Sokrates bittet seinen Gesprächspartner, den Begriff x, um den es gerade geht, erst einmal zu definieren, er fragt ihn also: Was ist x? Der Partner antwortet, indem er eine Reihe von Beispielen angibt, also etwa: x ist z.B. a, b, und c, aber auch d, nicht zu vergessen e; damit ist Sokrates dann aber ganz und gar nicht zufrieden: Beispiele sind eben keine Definition. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Geschichte, Medien – von Assmann, Jan
Die griechischen Theorien über die ägyptische Schriftkultur waren keine bloßen Missverständnisse und Gedankenspiele. Die ägyptische Schriftkultur hat in der Tat in der Zeit, zu der die Griechen ihr begegneten, einen iconic turn vollzogen, der in einen Bereich jenseits der Sprache vorstößt. Diesen Beitrag weiterlesen »
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