Artikel-Schlagworte: „Games“

Landschaft, Shooter, Architektur, Hirn und Mars

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image_richter_chinonfünf Artikel in der neuesten Ausgabe von Image haben kein Tehma gemeinsam. aber ein verbindender Aspekt der meisten Texte ist die philosophische Reflexion über den Bezug zwischen Bild und Wahrnehmung.

„Landschaft ist ein Produkt einer ästhetischen Reflexion“, stellt die Autorin Beatrice Nunold knapp am Anfang ihres Artikels klar. Abgebildete Natur wird zur Sache des Betrachters und das Bild der Landschaft gibt einen mentalen Zustand wieder. Nunold greift auf die heideggersche Formulierung vom „In-der-Welt-Sein“ zurück, um Landschaft als inneres Erlebnis zu beschreiben. Aber Heidegger wäre vor einer derart subjektivistischen Wendung vermutlich zurückgeschreckt. Welt gilt ihm als etwas, das der Betrachter nicht einfach durch Reflexion verinnerlicht, sondern auf sich zukommen lassen kann. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ökonomie visueller Welten

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castronova_everquest_01Mittlerweile übertrifft der Umsatz virtueller Spiel-Güter auf internen Märkten innerhalb der Spiele und auf externen wie Ebay das Bruttosozialprodukt kleinerer Staaten. Es ist höchste Zeit, den expandierenden Welten mehr Beachtung zu schenken. Castronova hat mit seinem Buch eine allgemeine ökonomische Soziographie der Online Role-Playing Games vorgelegt. Dem Umstand, dass die Spiele beinahe ausschließlich visuell funktionieren und damit eine weitere Facette eines Iconic Turns darstellen, schenkt der Ökonom leider kaum Beachtung.  Zu selbstverständlich erscheint ihm bereits die Tatsache, dass bildlich dargestellte Daten als Waren gehandelt werden können. Um so erstaunlicher sind die Konsequenzen und Potenziale, die aus dem Enstehen der synthetischen Welten folgen.

Seinen ökonomischen Ansatz begründet er mit der etwas zweifelhaften Gleichung einer „Economy of Fun“:

Gesamte Kompensation = Lohn und Spass. Diesen Beitrag weiterlesen »