<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Iconic Turn &#187; Film</title>
	<atom:link href="http://www.iconicturn.de/tag/film/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.iconicturn.de</link>
	<description>Neues aus den Bildwissenschaften</description>
	<lastBuildDate>Mon, 11 Apr 2011 15:28:36 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8-RC1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Datamosh Vertov</title>
		<link>http://www.iconicturn.de/2009/09/datamosh-vertov/</link>
		<comments>http://www.iconicturn.de/2009/09/datamosh-vertov/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 15:12:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.iconic-turn.de/?p=526</guid>
		<description><![CDATA[Leider nicht ins Netz gesetzt hat das Magazin Cargo einen Aufsatz von Ute Holl, in dem sich die Medienwissenschaftlerin über das Verhältnis vom Kino zum Netz ihre Gedanken macht.
Was Kino war und gewesen sein wird, zeigt sich in seiner Netzform deutlicher. Ein Medium verrät immer die Tricks eines anderen &#8211; und apropriiert sie, maskiert, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-527" title="datamoshing_kanyewest" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/10/datamoshing_kanyewest.jpg" alt="datamoshing_kanyewest" width="230" height="162" />Leider nicht ins Netz gesetzt hat das Magazin <a href="http://www.cargo-film.de/">Cargo</a> einen Aufsatz von Ute Holl, in dem sich die Medienwissenschaftlerin über das Verhältnis vom Kino zum Netz ihre Gedanken macht.</p>
<blockquote><p>Was Kino war und gewesen sein wird, zeigt sich in seiner Netzform deutlicher. Ein Medium verrät immer die Tricks eines anderen &#8211; und apropriiert sie, maskiert, als seine eigenen.</p></blockquote>
<p>Das erinnert von fern an die Weisheit des Medienwissenschaftler Marshall McLuhan, dass neue Medien stets ihre alten Medien zum Inhalt haben.<br />
Dass Holl die Tricks des Kinos nun ausgerechnet an einem technizistischen kleinen Gimmick wie dem Datamoshing wiederfindet, ist mehr als erstaunlich.</p>
<blockquote><p>Das Datamoshing ist wohl die erste Technologie digitaler Filmbilder, die in die Struktur des Algorithmus als in die Struktur eines Materiellen der Bilder selbst eingreift.<span id="more-526"></span></p></blockquote>
<p>Von diesem Zuerst kann kaum die Rede sein, wird doch im digitalen Postprocessing seit langem grundsätzlich nichts anderes als eben das gemacht. Auch hört sich Struktur des Materiellen arg verschwurbelt an, den es handelt sich nun um nichts weiter als den Gebrauch jener Artefakte, die bei Videokomprimierung gleichsam standardmäßig entstehen. So erklärt es kein geringerer als David Oreilly, einer der Regisseure, die die Technik 2005 zum ersten Mal eingesetzt haben. Und er erklärt auch gleich kategorisch: <a href="http://www.davidoreilly.com/2009/02/datamoshing-is-so-over">Datamoshing is so over! </a></p>
<p>Interessanter wird es, wo Holl zu grundlegenderen Effekten des Internets kommt. Als eines seiner Prinzipien macht sie die Tatsache aus,</p>
<blockquote><p>dass Bilder sich von ihren Urheber/innen/n verabschieden, zu streunen anfangen, namenlos werden, promisk. Filme im Netz sind kopiert, zerteilt, zerrissen, gemischt, prinzipiell, ohne Vor- und Abspänne.</p></blockquote>
<p>Das ist alles nur richtig und wäre interessant, weiter zu bedenken – im Hinblick auf den Tod des Autoren, Formate, Sehgewohnheiten etc. &#8211; aber anstatt den Gedanken weiter zu verfolgen, kehrt sie mit einem Salto Rückwärts zu den ewig gleichen Avantgardisten zurück, die immer und immer wieder bemüht werden, wenn sich im Kino etwas Neues ankündigt &#8211; Eisenstein und Vertov. Als hätten ihre Experimente schon immer vorweg genommen, was sich außerhalb des Kinos je ergeben könnte. So wird, was  im Netz über das Kino und auch das Kino-Auge hinausgehen könnte, gedanklich zurückbugsiert in den heimeligen filmphilologischen Raum, dessen gedankliche und visuelle Grenzen die Avantgarde des Kinos einst abgesteckt hat.</p>
<p>Bild: www.boardsmag.com/articles/magazine/20090401/datamoshing.html</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.iconicturn.de/2009/09/datamosh-vertov/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cargo: Zeitschrift für Filme und Bilder</title>
		<link>http://www.iconicturn.de/2009/03/cargo-zeitschrift-fur-filme-und-bilder/</link>
		<comments>http://www.iconicturn.de/2009/03/cargo-zeitschrift-fur-filme-und-bilder/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 10:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.iconic-turn.de/?p=40</guid>
		<description><![CDATA[
Ein Kinomagazin? Neu gründen? Das hört sich in Zeiten, in denen der Filmbranche noch droht, was die Musikszene gerade durchlebt, und Zeitschriften der Reihe nach eingestellt werden, nahezu absurd an. Wäre das Magazin nichts weiter als ein Heft über Kino, sein Erscheinen käme tatsächlich einer Verzweiflungstat gleich. Aber der Untertitel der Zeitschrift lautet Film / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-41" title="cargo_cover" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/06/cargo_cover.jpg" alt="cargo_cover" width="200" height="196" />Ein Kinomagazin? Neu gründen? Das hört sich in Zeiten, in denen der Filmbranche noch droht, was die Musikszene gerade durchlebt, und Zeitschriften der Reihe nach eingestellt werden, nahezu absurd an. Wäre das Magazin nichts weiter als ein Heft über Kino, sein Erscheinen käme tatsächlich einer Verzweiflungstat gleich. Aber der Untertitel der Zeitschrift lautet <em>Film / Medien / Kultur</em> und verrät damit schon, dass es um mehr als Filme geht. Tatsächlich drehen sich die Texte um Bilder in einem allgemeineren Sinn, um Leute die Bilder herstellen und um andere, die sie ansehen, sich dazu Gedanken machen und darüber schreiben.<span id="more-40"></span> Cargo ist eine Illustrierte in einem anderen Sinn. Das Bild ist nicht nur ihr Medium, sondern auch ihr Thema. Dazu kommt, dass fast alles, was im Heft gedruckt ist, <a href="http://www.cargo-film.de/">online</a> steht. Auf der Seite findet sich dazu noch ein <a href="http://www.cargo-film.de/blog/">Blog</a>, der nicht nur gut gestaltet ist, sondern auch laufend aktualisiert wird.</p>
<p>Die Liste der Autoren und Texte des ersten Heftes liest sich sehr gut: Herausgeber Bert Rebhandl schriebt unter anderem über Tom Tykwer, ein kommentierter Comic von Christian Petzold, kurze Texte von Cord riechelmann und Diedrich Diedrichsen. Notizen zu Büchern von Jonathan Beller oder Victor Stoichita. Dazu online ein <a href="http://www.cargo-film.de/">Gespräch von Anke Westphal und Bert Rebhandl mit Slavoj Zizek</a>.</p>
<p>Fast könnte man meinen, das Kino sei gar nicht am Sterben. Ist es aber doch. Daran wird auch Cargo wenig ändern können. <em>Film ist in der Gegenwart zu einem Frachtgut geworden, das an unterschiedlichsten Orten versandt und gelöscht wird.</em> Ob die Fracht, die den Hafen als Film verlässt, auch als Film anderswo als Film ankoomt, oder als Video, Clip, Serie oder Datei spielt keine Role, denn als Bildmagazin kann sich Cargo mit auf die Route begeben, an deren Endpunkt aus dem Film etwas anderes geworden sein wird, was auch immmer. Denn die Reise der Bilder beginnt erst.</p>
<p>__________________</p>
<p>CARGO &#8211; Film / Medien / Kultur</p>
<p>Viertelhährliches Magazin, 8,90€</p>
<p>www.cargo-film.de</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.iconicturn.de/2009/03/cargo-zeitschrift-fur-filme-und-bilder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf der Suche nach Bildern</title>
		<link>http://www.iconicturn.de/2004/11/auf-der-suche-nach-bildern/</link>
		<comments>http://www.iconicturn.de/2004/11/auf-der-suche-nach-bildern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2004 07:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wenders, Wim]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.iconic-turn.de/?p=448</guid>
		<description><![CDATA[Wer sucht, erliegt auch schnell der Sucht nach dem Finden. Unsere Bilder-Sucht ist erheblich gestiegen in diesem letzten Jahrhundert. Wenn aber die Hoch-Zeit des Bildes, des Icons, nach diesem iconic turn überhaupt erst noch vor uns liegt, wohin soll das noch führen?

Sehen wir uns doch nur einmal die Verweildauer des Bildermachers vor dem Bild an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-449" title="wenders_engel" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/06/wenders_engel.jpg" alt="wenders_engel" width="100" height="100" />Wer sucht, erliegt auch schnell der Sucht nach dem Finden. Unsere Bilder-Sucht ist erheblich gestiegen in diesem letzten Jahrhundert. Wenn aber die Hoch-Zeit des Bildes, des Icons, nach diesem iconic turn überhaupt erst noch vor uns liegt, wohin soll das noch führen?</p>
<div>
<p>Sehen wir uns doch nur einmal die Verweildauer des Bildermachers vor dem Bild an. Wie lange hat man einst gebraucht, um vor Ort eine Zeichnung anzufertigen, nach der man später einen Kupferstich für ein Reisebuch angefertigt hat? Wie lange haben die ersten reisenden Fotografen gebraucht, um ihre schweren Kameras aufzubauen, das Tuch über den Kopf zu ziehen und ihre Platte zu belichten? Wie schnell ging dann schon das Fotografieren mit der Kleinbildkamera, und um wie viel schneller wurde das Fotografieren dann noch durch das Automatisieren der Kameras! Mit der Digitalisierung ist nun alles nochmals viel schneller geworden.<span id="more-448"></span></p>
<p>Man könnte auch sagen, dass wir nun die Verweildauer umkehren und die Zeit sozusagen negativ besetzen können. Auf dem digitalen Apparat kannich das Bild ungeschehenmachen, indem ich auf »delete« drücke und das Bild lösche. Der Akt des Fotografierens hat dann gar nicht stattgefunden, wir waren nicht da, und wir haben auch nichts gesehen.</p>
<p>Das Suchen im Sinne von »Be-Suchen« der Bilder findet immer weniger statt. Peter Handke zitiert hierzu einen Satz von Cézanne: »Die Dinge verschwinden. Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will«. Ist das Fotografieren eine mögliche Antwort auf dieses Verschwinden der Dinge? Mit Sicherheit war die Malerei seit Cézanne eine fortwährende Antwort darauf.</p>
<p>Und entsprechend konnte man die Fotografie und das Kino auch als Erfindungen zur »Rettung der physischen Erscheinung der Dinge« deuten, wie das Bela Balasz getan hat. Gleichzeitig haben beide aber auch ihrerseits in erheblichem Maß zum Verschwinden der Dinge beigetragen.</p>
<p>Wann ist etwas sichtbar? Nur, wenn dabei etwas wahr-genommen wird. Den Begriff der Wahrheit kann man offensichtlich nicht »aus den Augen lassen«, so wie Schönheit bekanntlich »in the eye of the beholder«, also im Ermessen des Schauenden, liegt. Die Aussage Cézannes, dass man sich beeilen muss, um die verschwindenden Dinge noch zu sehen, enthält bereits einen Verweis auf den Sehenden, der sich gefälligst beeilen soll. Will der Sehende überhaupt noch sehen? Kann er noch sehen? Wenn entweder das Ding oder der Blick des Sehenden beliebig geworden sind, und wenn nicht mehr die Ruhe einer Einheit zwischen Schauendem und Geschautem, sondern Gehetztheit und Austauschbarkeit herrschen, dann hat Cézanne mit seiner Befürchtung Recht. Dann gibt es die Dinge bald nicht mehr, und auch nicht den Betrachter, zumindest nicht als einen, der die Dinge wahr-nimmt. In unserer heutigen Kultur wird nicht mehr so viel gesehen, eher immer mehr bewertet, ver-wertet, begutachet, beurteilt, abgetan oder im besten Falle für interessant befunden und goutiert. Im Konsumzeitalter ist das Sehen aus der Mode gekommen.</p>
<p>Das ist zunächst einmal nicht wertend gemeint.</p>
<p>Was bedeutet nun das Verschwinden der Dinge für das Medium Film? Wie wirkt sich das aus? Was ist es überhaupt, das einen Film antreibt? Was ist der Motor eines Films, seine Seele? Was verleiht ihm die Kraft, sowohl das Geld anzuziehen, das zu seiner Herstellung nötig ist, als auch den Regisseur, die Schauspieler und all die anderen Beteiligten dazu zu motivieren, in ihn Zeit zu investieren?</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Der Ort ist bei den meisten Filmen nur Kulisse und damit das passivste Element der Filmarbeit. Ich halte das für grundfalsch und möchte den Orten gerne einen würdigeren Platz geben. Woher kommt mein Interesse für Orte? Ich reise viel. So viel, dass ich manchmal denke, dass dies mein eigentlicher Beruf ist: Reisender. Ich komme oft an Orte, an denen ich vorher nie war, oder an Orte, die ich lange Zeit nicht wieder gesehen habe. Ich sehe Städte, Straßen, Häuser. Ich sehe Menschen zur Arbeit gehen, Kinder von der Schule kommen oder spielen, Wohnblöcke, beleuchtete Fenster. Dahinter bewegen sich Schatten, oder es leuchtet blau von den Fernsehern.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Die Orte als ein ruhender Gegenpol im digitalen globalen Zeitalter sind da und bleiben da, nicht nur als Bild-Gegenstand, sondern auch als Bild-Geber, -Entwerfer, -Forderer, -Autoren. Sie bleiben, als Bindeglied zwischen Bildern und Geschichten.</p>
<p>Gerade an diesem kritischen Punkt, einem Schwachpunkt unserer heutigen Kultur, drohen Dinge selbstständig zu werden, die nicht selbstständig sein sollten. Bilder haben immer mehr die Tendenz, selbstständig sein zu wollen und sich gnadenlos auszubreiten und zu vermehren, auf Kosten des Wortes zum Beispiel, dessen Charme, Kunst und Macht gegenwärtig in Vergessenheit zu geraten droht.</p>
<p>In einem zukünftigen interdisziplinären Studiengang Bildwissenschaft plädiere ich jedenfalls für einen Vertreter des Orts-Sinns, einen Anwalt der Orte, der nicht nur ihren Standpunkt verteidigt, sondern auch ihre Rechte.</p>
<p>Wir werden sie brauchen, die Orte, um nicht orientierungslos zu werden und uns nicht tatsächlich für die Schöpfer der Welt zu halten.</p>
<p>(aus: Hubert Burda, Christa Maar (Hg.): Iconic-Turn. Die neue Macht der Bilder, Köln: DuMont 2004, S.283f., 285f. und 301f.)</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.iconicturn.de/2004/11/auf-der-suche-nach-bildern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

