Film
Leider nicht ins Netz gesetzt hat das Magazin Cargo einen Aufsatz von Ute Holl, in dem sich die Medienwissenschaftlerin über das Verhältnis vom Kino zum Netz ihre Gedanken macht.
Was Kino war und gewesen sein wird, zeigt sich in seiner Netzform deutlicher. Ein Medium verrät immer die Tricks eines anderen – und apropriiert sie, maskiert, als seine eigenen.
Das erinnert von fern an die Weisheit des Medienwissenschaftler Marshall McLuhan, dass neue Medien stets ihre alten Medien zum Inhalt haben.
Dass Holl die Tricks des Kinos nun ausgerechnet an einem technizistischen kleinen Gimmick wie dem Datamoshing wiederfindet, ist mehr als erstaunlich.
Das Datamoshing ist wohl die erste Technologie digitaler Filmbilder, die in die Struktur des Algorithmus als in die Struktur eines Materiellen der Bilder selbst eingreift. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Film, Gedächtnis – von Wenders, Wim
Wer sucht, erliegt auch schnell der Sucht nach dem Finden. Unsere Bilder-Sucht ist erheblich gestiegen in diesem letzten Jahrhundert. Wenn aber die Hoch-Zeit des Bildes, des Icons, nach diesem iconic turn überhaupt erst noch vor uns liegt, wohin soll das noch führen?
Sehen wir uns doch nur einmal die Verweildauer des Bildermachers vor dem Bild an. Wie lange hat man einst gebraucht, um vor Ort eine Zeichnung anzufertigen, nach der man später einen Kupferstich für ein Reisebuch angefertigt hat? Wie lange haben die ersten reisenden Fotografen gebraucht, um ihre schweren Kameras aufzubauen, das Tuch über den Kopf zu ziehen und ihre Platte zu belichten? Wie schnell ging dann schon das Fotografieren mit der Kleinbildkamera, und um wie viel schneller wurde das Fotografieren dann noch durch das Automatisieren der Kameras! Mit der Digitalisierung ist nun alles nochmals viel schneller geworden. Diesen Beitrag weiterlesen »
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