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Charles Kenny’s verkehrte Welt: Fernsehen, nicht Facebook regiert

, – von Stefan Heidenreich

tv-katmandu- rpb1001TV ist und bleibt die grösste Volksbewegung der Welt. Das behauptet Charles Kenny auf Foreign Policy, und sein Blick umfasst tatsächlich die Welt als Ganzes. Dort aus sieht einiges sehr anders aus als im heimeligen Deutschland, wo sich Beststeller-Philosoph Riachard Precht auf den Medientagen ebenso provinziell wie traditionell um die Fragmentierung der Öffentlichkeit sorgt.

Kenny nennt viele Zahlen und erwähnt einige überraschende Seiteneffekte des Fernsehens. Das Fernsehen und nicht die vielgepriesenen Social Networks ist einer der großen Wachstumsmärkte weltweit. Unsere ganzanders gelagerte Wahrnehmung liegt daran, dass wir die andere Seite des digital Divide vergessen – Gebiete, in denen es weder Internet noch Strom, aber viele Menschen gibt. Dort sieht Kenny dank günstiger Stromversorgung ein Wachstums-Potenzial von 150 Millionen neuen TV-Haushalten bis 2013 – lange bevor das Netz ankommen wird. Diesen Beitrag weiterlesen »

Thesen zur ersten Fernsehgeneration

, – von Burk, Jens Ludwig

fernsehgenerationAuf den Einfluss neuer Bildmedien in der Nachkriegsgeschichte machte der Literaturwissenschaftler und Medienanalytiker Jochen Hörisch vor kurzem in einem Interview aufmerksam.

Ihm zufolge ist die Bedeutung des damals relativ neuen Mediums Fernsehen für die 68er-Generation und die gesellschaftlichen Transformationsprozesse der Bundesrepublik Deutschland nicht zu unterschätzen. Beispielhaft führte er an, dass Fernseh-Bilder des sich versprechenden Kanzlers Adenauer oder ein in der Nase bohrender Geistlicher ihre Entsprechung in der Infragestellung von gesellschaftlichen Autoritäten hatten. Das Radio-Interview kann man hören unter: www.dradio.de jlb