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	<title>Iconic Turn &#187; Facebook</title>
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	<description>Neues aus den Bildwissenschaften</description>
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		<title>Die Bedeutung der Bilder</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 15:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Hoelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bildwissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[gottfried boehm]]></category>
		<category><![CDATA[gutenberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Rund 200 Gäste aus Kultur und Wissenschaft, Politik und Wirtschaft trafen sich am Sonntagabend (10. April 2011) beim Fundraising-Dinner der Freunde der Universität Mainz, um den Inhaber der 12. Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur zu begrüßen: Prof. Dr. Gottfried Boehm. Die Laudatio auf den Stiftungsprofessor hielt der Medienunternehmer und promovierte Kunsthistoriker Dr. Hubert Burda. Beide verbindet die wissenschaftliche Auseinandersetzung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 200 Gäste aus Kultur und Wissenschaft, Politik und Wirtschaft trafen sich am Sonntagabend (10. April 2011) beim Fundraising-Dinner der Freunde der <a href="http://www.uni-mainz.de/index.php">Universität Mainz</a>, um den Inhaber der 12. Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur zu begrüßen: <a href="http://lectures.iconic-turn.de/iconicturn/autoren/?tx_aicommhbslectures_pi1%5BshowUid%5D=14&amp;cHash=2a78a7251d">Prof. Dr. Gottfried Boehm</a>. Die Laudatio auf den Stiftungsprofessor hielt der Medienunternehmer und promovierte Kunsthistoriker <a href="http://www.hubertburda.de/2005/02/vita.html">Dr. Hubert Burda</a>. Beide verbindet die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem „Iconic Turn“.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img title="Beim Fundraising-Dinner in Mainz" src="http://p4.focus.de/img/gen/1/6/HB16W4XJ_Pxgen_r_1100xA.jpg" alt="Gastgeber und Gäste in Mainz: Klaus Adam, Markus Schächter, Hubert Burda, Gottfried Boehm und Georg Krausch" width="480" height="328" /><p class="wp-caption-text">Gastgeber und Gäste in Mainz: Klaus Adam, Markus Schächter, Hubert Burda, Gottfried Boehm und Georg Krausch</p></div>
<p>„Die Macht und die Bedeutung der Bilder – der Iconic Turn – dieser Begriff ist mit Gottfried Boehm zum ersten Mal in Umlauf gebracht worden“, so Dr. Burda. „Boehm hat entscheidende Impulse zur Entstehung einer neuen Bildwissenschaft gegeben. Denn die Macht der Bilder ist hochaktuell. Nach Jahrhundertlanger Prägung unserer Kultur durch Schrift und Text ist nun die visuelle Kommunikation wieder in den Vordergrund gerückt.“</p>
<p>Dr. Burda ging an diesem Abend auch auf <a href="http://www.iconicturn.de/2010/12/zehn-kapitel-zum-iconic-turn/">sein Buch zu diesem Thema</a> ein: „In Medias Res &#8211; Zehn Thesen zum Iconic Turn“. Hier spannt er den Bogen von der Erfindung des Kupferstichs bis hin zur Digitalisierung und den damit verbundenen fundamentalen Umwälzungen in der Gesellschaft und ihrer Kommunikation. „Die heutigen Wunderkammern sind nicht mehr die von Dresden, sondern das sind Google und Facebook“, so Dr. Burda.</p>
<p>Die Vorlesung von Prof. Gottfried Boehm findet ab 3. Mai 2011 immer dienstags um 18.15 Uhr im Hörsaal RW 1 der Universität Mainz statt.</p>
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		<title>Charles Kenny&#8217;s verkehrte Welt: Fernsehen, nicht Facebook regiert</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 14:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Heidenreich]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[TV ist und bleibt die grösste Volksbewegung der Welt. Das behauptet Charles Kenny auf Foreign Policy, und sein Blick umfasst tatsächlich die Welt als Ganzes. Dort aus sieht einiges sehr anders aus als im heimeligen Deutschland, wo sich Beststeller-Philosoph Riachard Precht auf den Medientagen ebenso provinziell wie traditionell um die Fragmentierung der Öffentlichkeit sorgt.
Kenny nennt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-530" title="tv-katmandu- rpb1001" src="http://www.iconicturn.de/wp-content/uploads/2009/11/tv-katmandu-rpb1001.jpg" alt="tv-katmandu- rpb1001" width="220" height="205" />TV ist und bleibt die grösste Volksbewegung der Welt. Das behauptet Charles Kenny auf<a href="www.foreignpolicy.com/articles/2009/10/19/revolution_in_a_box?page=full"> Foreign Policy</a>, und sein Blick umfasst tatsächlich die Welt als Ganzes. Dort aus sieht einiges sehr anders aus als im heimeligen Deutschland, wo sich Beststeller-Philosoph Riachard Precht auf den <a href="http://www.medientage-muenchen.de/">Medientagen</a> ebenso provinziell wie traditionell um die Fragmentierung der Öffentlichkeit sorgt.</p>
<p>Kenny nennt viele Zahlen und erwähnt einige überraschende Seiteneffekte des Fernsehens. Das Fernsehen und nicht die vielgepriesenen Social Networks ist einer der großen Wachstumsmärkte weltweit. Unsere ganzanders gelagerte Wahrnehmung liegt daran, dass wir die andere Seite des digital Divide vergessen &#8211; Gebiete, in denen es weder Internet noch Strom, aber viele Menschen gibt. Dort sieht Kenny dank günstiger Stromversorgung ein Wachstums-Potenzial von 150 Millionen neuen TV-Haushalten bis 2013 &#8211; lange bevor das Netz ankommen wird.<span id="more-529"></span></p>
<blockquote><p>In the not-too-distant future, it is quite possible that the world will be watching 24 billion hours of TV a day &#8212; an average of close to four hours for each person in the world.</p></blockquote>
<p>Der Vormarsch des Fernsehen hat, so Kenny, einige nicht ganz unpolitische Seiteffekte.</p>
<blockquote><p>Simply giving a village access to cable TV, research by scholars Robert Jensen and Emily Oster has found, has the same effect on fertility rates as increasing by five years the length of time girls stay in school.</p></blockquote>
<p>So zweifelhaft der herbeigeforschte Zusammenhang von Schule, Fernsehen und Geburtenrate auch sein mag &#8211; Kenny weist darauf hin, dass Fernsehen vor allem in den Serien Rollenmodelle kinderarmer Mütter zeigt, die ihren Eindruck nicht verfehlen.<br />
Es wäre ein amüsanter absurder Gedanke, auch dieses Detail der verkehrten Welt auf Deutschland übertragen. Ließen sich doch die Probleme mit der Geburtenrate mit simpler TV-Abstinenz lösen.<br />
Auch sein Blick auf Öffentlichkeit läuft der deutschen zwangsgebühr-finanzierten Monokultur-Wunschphantasie doch sehr zuwider.</p>
<blockquote><p>The explosion of choice is loosening the grip of bureaucrats the world over, who in many countries have either run or controlled programming directly, or heavily regulated the few stations available.</p></blockquote>
<p>Für Kenny keine Frage. Eine wirkliche Öffentlichkeit entsteht gerade mit der Fragmentierung der Programme, die neue Gemeinschaften hervorbringt, nicht in ihrer staatlich geförderten Konzentration. Daher sein Ratschlag:</p>
<blockquote><p>But for the most part, politicians ought to be paying less attention to TV, not more. They shouldn&#8217;t be limiting the number of channels or interfering in the news. A vibrant, competitive television market playing Days of Our Lives or<br />
Días de Nuestras Vidas on loop might have a bigger impact even than well-meaning educational programs. And competition is critical to ensuring that television helps inform voters, not just indoctrinate them.</p></blockquote>
<p>Ob Soaps wirklich das Erziehungsmittel der Wahl sind, sei dahin gestellt. Hier schiesst Kenny wohl übers Ziel hinaus, wenn auch einer Ebene höher als Precht, der noch quasi staatmonopolistisch argumentiert, wenn er behauptet:</p>
<blockquote><p>dass eben außer den Öffentlich-Rechtlichen niemand die gewährte Chance hat, Öffentlichkeit herzustellen.</p></blockquote>
<p>Mangels öffentlich-rechtlicher Quelle zitiert nach Stefan Münkers <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5824.html">Entgegnung</a>, der sich gegen solchen Unsinn wehrt. Die Erkenntnis, dass Fragmentierung gerade die Voraussetzung einer freien öffentlichen Meinung ist, war bei den Münchner Medientagen offenbar nicht gefragt. Kein Wunder angesichts der Lage, aber auch kein Lichtblick.<br />
_______________<br />
Foto rpb1001</p>
<p>http://www.flickr.com/photos/rpb1001/497368390/</p>
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