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	<title>Iconic Turn &#187; Community</title>
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	<description>Neues aus den Bildwissenschaften</description>
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		<title>Personality &#8211; Rebus nach Bayes</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2007 08:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
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		<description><![CDATA[Pairwise heisst ein Service, wichtige Doppelprojektion in eine neue Web2-Anwendung eingebaut hat. Die Bildpaare werden bei dem Spiel nicht der Kunstgeschichte zugeordnet, sondern dem einzelnen Betrachter. Er trifft an einer Reihe von Bilder die einfache Wahl, welches ihm jewiels besser gefällt. Ein vergleichbares Präferenz-Prinzip kennt man von Netz-Radio-Seiten wie Pandora oder LastFm. Aus einer Auswahl persönlicher Vorlieben generieren sie individualisierte Charts und Radiosender.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #0000ff;"><img class="alignleft size-full wp-image-188" title="personality_likebetter_a_03" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/06/personality_likebetter_a_03.jpg" alt="personality_likebetter_a_03" width="198" height="392" />Pairwise</span></span> heisst ein Service, wichtige Doppelprojektion in eine neue Web2-Anwendung eingebaut hat. Die Bildpaare werden bei dem Spiel nicht der Kunstgeschichte zugeordnet, sondern dem einzelnen Betrachter. Er trifft an einer Reihe von Bilder die einfache Wahl, welches ihm jewiels besser gefällt. Ein vergleichbares Präferenz-Prinzip kennt man von Netz-Radio-Seiten wie <a href="http://www.pandora.com/" target="_blank">Pandora</a> oder <a href="http://last.fm/" target="_blank">LastFm</a>. Aus einer Auswahl persönlicher Vorlieben generieren sie individualisierte Charts und Radiosender.</p>
<p>Die Macher von Pairwise sprechen von <a href="http://blog.pairwise.com/2007/03/07/what-is-crowd-sourced-photo-filtering/" target="_blank">&#8216;Crowd-sourced Photo-Filtering</a>&#8216; &#8211; kollektivem Fotofiltern &#8211; um die Funktion des Dienstes <a href="http://www.likebetter.com/" target="_blank">Likebetter</a> zu beschreiben. Das Prinzip könnte einfacher kaum sein. Der Betrachter wählt Bilder aus, ein Programm gleicht seine Auswahl mit der anderer Teilnehmer ab und erstellt daraus ein Charakterprofil.<span id="more-187"></span></p>
<p>Mathematisch gesehen steckt hinter dieser Funktion ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayestheorem" target="_blank">Bayes&#8217;scher Filter</a>. Dieser Algorithmus wird unter anderem dazu benutzt, Spam aus E-Mail zu filtern oder allgemein gesagt, verschiedene Informationen nach Merkmalen und deren Häufigkeiten einander zuzuordnen. Das bringt die Daten dem alten kombinatorischen Traum des Barock näher, alles mit allem verbinden zu können.</p>
<p>Auch wenn die visuell erfassten Selektionen am Ende kaum mit den als Text ausgegebenen Ergebnissen übereinzustimmen scheinen, gibt der Webservice doch einen wertvollen Hinweisauf die Entwicklungs des Netzes: Der aktive Umgang mit Bildern, die Dynamik des Sichtbarem und die Anordnung visueller Daten rücken weiter ins Zentrum. Das Netz löst sich von seiner Fixiertheit auf Texte undbeginnt, den iconic turn zu vollziehen.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Bild: <a href="http://www.likebetter.com/" target="_blank">likebetter.com</a></p>
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		<title>Kultur konvergiert</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Dec 2006 09:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Jenkins]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Konvergenz ist kein neues Buzzword. Aber mit dem neuen Buch von Henry Jenkins erhält es eine neue Wendung. Verstand man bisher darunter das Zusammenfallen verschiedener Technologien und Medien, so erweitert Jenkins den Begriff auf die Ebene der Inhalte und der  Kultur. Wenn kulturelle Inhalte konvergieren, bedeutet das, dass sie von einem Medium ins andere übertreten; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-213" title="jenkins_convergence" src="http://www.iconic-turn.de/wp-content/uploads/2009/06/jenkins_convergence.jpg" alt="jenkins_convergence" width="200" height="182" />Konvergenz ist kein neues Buzzword. Aber mit dem neuen Buch von Henry Jenkins erhält es eine neue Wendung. Verstand man bisher darunter das Zusammenfallen verschiedener Technologien und Medien, so erweitert Jenkins den Begriff auf die Ebene der Inhalte und der  Kultur. Wenn kulturelle Inhalte konvergieren, bedeutet das, dass sie von einem Medium ins andere übertreten; dass sie zwischen verschiedenen Formaten wechseln; dass die Rollen von Konsumenten und Produzenten sich vermischen.<br />
Jenkins knüpft in seinem Buch an seine Studien zu Computerspielen, Fans und Bloggern an, und führt sie an einigen, allerdings typisch amerikanischen Beispielen, in einem allgemeineren Rahmen aus. <span id="more-212"></span><br />
Affektive Ökonomie, transmediale Erzählweisen, Kultur der Beteiligung und kollektive Intelligenz lauten seine Stichworte. Den Großteil seiner Beispiele  findet er im Feld des Bildlichen, weshalb seine Studie auch als Erkundung in eine entstehenden visuellen Kultur gelesen werden kann.<br />
Wenn eine Figur oder eine Geschichte von einem Medium zum nächsten wechselt, wenn sie in Spielen, im Fernsehen, in Blogs und Bücher auftaucht und womöglich aus der Fiktion ins Leben übertritt, spricht Jenkins von Konvergenz. Seine Beispiele reichen zurück bis zur Serie TwinPeaks, die  schon Anfang der Neunziger in Online-Communities auf breite Resonanz stieß. Frühere Vorfälle dieser Art lassen sich ohne weiteres finden. Man denke etwa an die Hysterien und Mode-Trends, die Goethes Werther auslöste.</p>
<p>Aber heute ist die Konvergenz der Inhalte nicht nachrangig, sondern von vorn herein kalkuliert. Informationen und Fiktionen treffen auf eine Gemeinschaft von Fans, die ihre eigenen Netzwerke pflegen und darin ein spezialisiertes kollektives Wissen hervorbringen. Von klassischen Betrachtern entwickeln sie sich zu Beteiligten. Jenkins nennt als Beispiel die Harry Potter-Romane, zu denen von allen möglichen Hobby-Autoren erfundene Episoden, Fortsetzungen und Erweiterungen kursieren. Die Romanform löst sich auf in die Struktur eines Programms, das laufend aktualisiert, modifiziert, geflickt und weiter gesponnen wird.<br />
Geschichten erzählen ist nicht länger die Tätigkeit des einsamen Autors, sondern ein kollektives Ereignis, das alle denkbaren Medien miteinandeer verknüpft. Jenkins spricht von „Transmedia Storytelling“, aber nur um gleich den nächsten Schritt zu gehen.<br />
Es ist nämlich nicht allein die einzelne Geschichte, die zählt, sondern die Welt, die damit aufgebaut wird. Denn erst eine fiktionale Welt schafft den Rahmen, in dem die kollaborative Intelligenz der beteiligten Konsumenten sich entfalten kann. Auch wenn Texte und Musik dabei nicht verschwinden, sind es doch ganz wesentlich Bilder, die diese Bewegung tragen.</p>
<p>Die ehemals nur als Zuschauer Beteiligten nehmen unterschiedliche Rollen ein. Jenkins unterscheidet Zapper, Loyals und Casuals. Zapper springen zwischen verschiedenen Inhalten und engagieren sich mal hier, mal dort. Loyals lassen sich ganz von dem Inhalt einnehmen, für den sie sich einmal entschieden haben. Casuals entscheiden sich von Fall zu Fall. Nicht unwichtig sind solche Typisierung für Werbestrategien, denn sie bringen eine „affektive Ökonomie“ mit sich, die neue Wege zum Konsumenten fordert.</p>
<p>Neue Modelle von Beteiligung und kollektivem Wissen werden die Politik nicht unberührt lassen. Jenkins beklagt in einem beinahe persönlichen Plädoyer die einseitige Fixierung der liberalen Medienkritik. Weit wichtiger als die Rolle der Medien immer wieder anzugreifen sei es, sich der neuen Möglichkeiten produktiv zu bemächtigen und die Prototypen der digitalen Popkultur auf politische Verhältnisse zu übertragen. Seine Untersuchung wirft ein Licht darauf, wie eine künftige kollektive und von visuelle Medien geprägte Politik aussehen könnte.</p>
<p style="font-style: italic;">_________</p>
<p>Henry Jenkins leitet die <a title="Comparative Media Studies, MIT" href="http://cms.mit.edu/" target="_blank">Comparative Media Studies </a>am MIT, Cambridge MA.</p>
<p>Zum <a title="henryjenkins.org" href="http://www.henryjenkins.org/" target="_blank">Blog</a> von Henry Jenkins.</p>
<p>Henry Jenkins: <a href="http://www.amazon.de/Convergence-Culture-Where-Media-Collide/dp/0814742815" target="_blank">Convergence Culture</a>: where old an new Media collide. NYU Press 2006.</p>
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