Videovortex sucht Antworten auf Youtube

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videovortex_coverUnter dem Titel Videovortex veranstaltet das Institute of Network Cultures in Amsterdam, eine der produktivsten kulturwissenschaftlichen Forschungsinstitute mit Focus auf das Netz, eine Serie von Konferenzen. Ihr Ziel ist, auf das Phänomen Youtube theoretische Antworten zu finden. Die erste Konferenz fand im Januar 2008 in Amsterdam statt, die zweite im Oktober 2008 in Ankara. Nun steht die dritte Ausgabe im kroatischenSplit kurz bevor.

Zwischenzeitlich haben Gert Lovink und Sabine Niederer eine Auswahl von Vorträgen als Reader herausgegeben. Das Buch steht auch online zum Download zur Verfügung. Es versammelt mehr als 30 Vorträge und Aufsätze. Diesen Beitrag weiterlesen »

Interdisziplinäre Bildwissenschaft im Verein

ges_i_BildwissenschaftIn diesem Frühling wurde die Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft gegründet, mit Sitz im westfälischen Münster. Die Förderung einer interdisziplinären Bildwissenschaft als eigenständige Grundlagendisziplin sowie die die universitäre Verankerung der interdisziplinären Bildwissenschaft als eigenständige Grundlagendisziplin sind laut Satzung die beiden vorrangiger Ziele des Vereins. Bei der Gründungssitzung in Chemnitz wurde erst einmal erledigt, was Vereine als Gründungsakt zu tun pflegen – Stellen besetzt.

Vorstand wurde der Initiator des Vorhabens, Klaus Sachs-Hombach. Er lehrt Philosophie in Chemnitz.

Zu seinem Stellvertreter wählte man Philipp Stöllger, einen Theologen aus Rostock, wo seit kurzem verstärkt bildwissenschaftliche Studien betrieben werden.

Stefan Meier, im Fach Medienkommunikation in Chemnitz tätig, übernahm den Posten des Schatzmeisters.

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Hubert Burda: Mediale Wunderkammern

burda_ullrichDass Kunstgeschichte in den praktischen Umgang mit Bildern übersetzt wird, kommt selten genug vor. Und noch seltener schreibt jemand, der erfolgreich Theorie in Praxis übersetzt, seine Erfahrungen und Ansichten nieder. Unter dem Titel Mediale Wunderkammern erscheinen nun Texte von Hubert Burda aus den letzten Jahren, herausgegeben von Wolfgang Ullrich.

Die Themen reichen von der Rolle der Infografik bis zur Darstellung von Herrschaft und von der Historienmalerei im 18. Jahrhundert – Burda hat über die Darstellung von Ruinen bei dem französischen Maler Hubert Robert promoviert – bis zu den jüngsten Bildstrategien im Netz. Das persönliche Interesse des Verlegers scheint überall deutlich durch, und das tut den Texten gut. Denn obgleich sie sich immer wieder auf die Quellen der Kunstgeschichte beziehen, geht es im im Kern um die Bilderwelt und die Medien unserer Gegenwart. Diesen Beitrag weiterlesen »

Cargo: Zeitschrift für Filme und Bilder

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cargo_coverEin Kinomagazin? Neu gründen? Das hört sich in Zeiten, in denen der Filmbranche noch droht, was die Musikszene gerade durchlebt, und Zeitschriften der Reihe nach eingestellt werden, nahezu absurd an. Wäre das Magazin nichts weiter als ein Heft über Kino, sein Erscheinen käme tatsächlich einer Verzweiflungstat gleich. Aber der Untertitel der Zeitschrift lautet Film / Medien / Kultur und verrät damit schon, dass es um mehr als Filme geht. Tatsächlich drehen sich die Texte um Bilder in einem allgemeineren Sinn, um Leute die Bilder herstellen und um andere, die sie ansehen, sich dazu Gedanken machen und darüber schreiben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bildregime des Rechts

bildregime_des_rechtsDie Wahrheit der Bilder ist eine Frage, die mit der Digitalisierung eine neue Wendung nahm. Seit das Sichtbare im Kern aus Zahlen besteht, will man ihm nicht mehr so recht glauben.

aber diese Frage wird in dem Band über Bildregime des Rechts nur gestreift. Denn sie ist nur eines der vielen Probleme, die sich im Verhältnis von Bildern und Recht stellen.

In ihrem Vorwort sieht die Herausgeberin Cornelia Vissman zwei grundsätzlich verschiedene Beziehung zwischen Bild und Recht am Werk: Bildregime des Rechts sind doppelt beziehbar. Sie meinen Rechtsregeln, die ein Bild normieren, und Bildregeln, denen das Recht unterliegt. Im einen Fall prägt das Recht das Regime des Bildes, im anderen Fall ist das Recht Objekt der Regime des Bildes. Diesen Beitrag weiterlesen »

Drei Thesen zum Iconicturn

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byrion_google_street_carBald 15 Jahre ist jetzt vom Iconic Turn die Rede. Aber hat die Wende zum Bild tatsächlich stattgefunden? Befinden wir uns mittendrin? Oder kommt sie erst noch? Und sie sieht am Ende anders aus, als wir es uns zuerst gedacht haben?

Ich will in drei Thesen zu beschreiben versuchen, was der Iconicturn war, oder besser: nicht war. Was er sein wird. Und wen er betreffen wird.

1. Als Mitte der 90er Jahre den Begriff Iconicturn aufkam, fand etwas ganz anderes statt.

2. Der Wandel hin zu den Bildern beginnt erst gerade.

3. Der beginnende Iconic Turn stellt eine große Herausforderung dar, aber wer sie auf Seiten der Wissenschaften annehmen wird, ist noch offen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bildfaehig

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bildfaehig_bieling_horndrufBlogs zur Bildwissenschaft sind in Deutschland rar gesäht. Nun bekomment Iconicturn etwas mehr Gesellschaft. Mit Bildfaehig haben Simon Bieling und Daniel Hornuff einen Blog gegründet, der über die Bilder der zeitgenössischen Kultur mit dem Anspruch differenzierter Klarheit und theoretischer Schärfe berichten will.

Themen waren bislang unter anderem Theorien der Bildauswahl, personalisierte Mobiltelefone oder Suche mit Bildern nach Bildern. Diesen Beitrag weiterlesen »

Design und Datenflüsse

dataflow_coverDigitale Medien haben dazu geführt, dass Daten immer direkter in Design und Grafiken einfließen. Zugleich sorgen sie auch dafür, dass längst nicht mehr alles gedruckt werden muss, um visualisiert zu sein. So tritt dieses Buch, das einen Überblick über den Stand der Dinge in Datenflüssen, Design und Visualisierungen gibt, aus dem Reich des digitalen heraus, indem es die Darstellungsverfahren zurück aufs Papier bringt. Und das hat einen ganz bemerkenswerten Effekt. Denn erst beim Durchblättern hat man die verschiedenen Bilder und Verfahren übersichtlich vorliegen, handhabbar und zugleich in Distanz zu dem Bildschirm, für den die meisten entwickelt wurden.

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Orte der Bilder

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topologien_der_bilder_01Dass Bilder einen Ort haben, ist die Grundannahme des Sammelbandes mit dem Titel Topologien der Bilder. Bild.Körper.Medium heißt das Graduiertenkolleg, aus dessen Umfeld das Buch stammt. Dessen Sprecher Beat Wyss hat versucht, ein wenig Ordnung in den hier vorliegenden Sammelband zu Bildern und Orten zu bringen. Aber die Wege der Bilder sind verworren. Den Sammelband zu lesen ist oft wie in einem Lexikon zu schmökern. Artikel folgt auf Artikel, mal springt man 500 Jahre vor, mal 200 zurück, mal ähneln sich die Themen, mal haben sie nicht das Geringste miteinander zu tun. Nach der Lesart von Wyss entsprechen die Begriffe Bild, Körper und Medium einem ästhetischen, einem bildpraktischen und einem epistemischen Zugriff auf Bilder. In einem weiteren Schritt verbindet er diese Begriffe wiederum mit den drei Peirce’schen Termini Ikon, Index und Symbol. Die Herausgeber ergänzen Wyss’ Ausführungen um einige ebenso generelle wie teils selbstverständliche Bemerkungen zum Verhältnis von Bild und Ort. Diesen Beitrag weiterlesen »

Joost: Bild-Sprache – Rhetorik im Film

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Joost_Bild-SpracheEin Buch mit dem kurzen Titel Bild-Sprache verspricht nicht
weniger als etwas Grundlegendes. Gesche Joost geht es nicht um einen Teil, sondern um Alles, ums Ganze. Um die ganze Sprache des Films.
Wie werden rhetorische Gestaltungsmittel eingesetzt? Welchen Regeln folgt ihr Einsatz? Und wie kann ihre Komposition im Film sichtbar gemacht werden? Das sind die Fragen, die die Autorin beantworten will. Diesen Beitrag weiterlesen »