Archiv für die Kategorie „Uncategorized“

Neu: Die Vortrags-Videos auf YouTube

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Der gewachsenen Bedeutung der Bilder widmete sich die öffentliche Vorlesungsreihe „Iconic Turn — Das neue Bild der Welt”, die 2002 und 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfand.

Nun stehen alle 21 Vorträge der namhaften Referenten dieser Veranstaltungen auf YouTube online.

http://www.youtube.com/HubertBurdaStiftung

Die Bedeutung der Bilder

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Rund 200 Gäste aus Kultur und Wissenschaft, Politik und Wirtschaft trafen sich am Sonntagabend (10. April 2011) beim Fundraising-Dinner der Freunde der Universität Mainz, um den Inhaber der 12. Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur zu begrüßen: Prof. Dr. Gottfried Boehm. Die Laudatio auf den Stiftungsprofessor hielt der Medienunternehmer und promovierte Kunsthistoriker Dr. Hubert Burda. Beide verbindet die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem „Iconic Turn“.

Gastgeber und Gäste in Mainz: Klaus Adam, Markus Schächter, Hubert Burda, Gottfried Boehm und Georg Krausch

Gastgeber und Gäste in Mainz: Klaus Adam, Markus Schächter, Hubert Burda, Gottfried Boehm und Georg Krausch

„Die Macht und die Bedeutung der Bilder – der Iconic Turn – dieser Begriff ist mit Gottfried Boehm zum ersten Mal in Umlauf gebracht worden“, so Dr. Burda. „Boehm hat entscheidende Impulse zur Entstehung einer neuen Bildwissenschaft gegeben. Denn die Macht der Bilder ist hochaktuell. Nach Jahrhundertlanger Prägung unserer Kultur durch Schrift und Text ist nun die visuelle Kommunikation wieder in den Vordergrund gerückt.“

Dr. Burda ging an diesem Abend auch auf sein Buch zu diesem Thema ein: „In Medias Res – Zehn Thesen zum Iconic Turn“. Hier spannt er den Bogen von der Erfindung des Kupferstichs bis hin zur Digitalisierung und den damit verbundenen fundamentalen Umwälzungen in der Gesellschaft und ihrer Kommunikation. „Die heutigen Wunderkammern sind nicht mehr die von Dresden, sondern das sind Google und Facebook“, so Dr. Burda.

Die Vorlesung von Prof. Gottfried Boehm findet ab 3. Mai 2011 immer dienstags um 18.15 Uhr im Hörsaal RW 1 der Universität Mainz statt.

Die Rolle des „decorum“ für die Emotionserzeugung

Ein Workshop an der Schnittstelle von Kulturtheorie und Neuroforschung mit Wissenschaftlern des Epilepsiezentrums Zürich, der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der Hochschule der Künste in Zürich widemte sich im November 2009 der Darstellung von Zusammenhängen zwischen dem „decorum“ Effekt und dem Mediensystem der westlichen Kultur. Unter den Teilnehmern waren Hubert Burda, Heiner Mühlmann, Thomas Grunwald, Martin Kurthen, Wolfgang Ulrich, Gerhard Blechinger und Christa Maar. Diesen Beitrag weiterlesen »

Klima visualisiert

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eagereyes-look-at-climateDer Blog EagerEyes hat eine Reihe von Klimadaten, die das britische Meteorological Office zur Verfügung gestellt hat, in Bilder verwandelt. An den Charts, Karten und Diagrammen zeigt sich nicht nur anschaulich, was sich auf lange Sicht am Klima verändert, sondern auch, welche Zufallsfaktoren und Unregelmässigkeiten die Messreihen beeinflussen. Was auch immer in der Kälte von Kopenhagen beschlossen wird, die Daten und Bilder weisen in eine eindeutige Richtung.

Wende wiederkehr Turn: Doris Bachmann-Medick interviewt von Springerin

springerin_cover_2009_4_grDie österreichische Kunstzeitschrift Springerin widmet sich in der jüngsten Ausgabe dem Thema “Wende Wiederkehr”. Doris Bachmann-Modick, seit ihrem Buch “Cultural Turns” Fachfrau für Wenden (s. Interview auf Iconic-Turn 2006), hat per E-Mail Christian Höller auf eine Reihe von Fragen zum Thema geantwortet. Der Begriff des Turns bietet ihrer Ansicht etliche Vorteile, vor allem weil er beweglicher ist und nur thematisch fokussiert, ohne eine methodische Festlegung zu erzwingen.

Zwingend ist die Bezeichnung Turn sicher nicht. Aber sie hat Vorteile. Denn damit lässt sich das Feld der kultur- und geisteswissenschaftlichen Forschung anders und offener als bisher strukturieren, ja geradezu »kartieren«. Es ist ein »mapping« entlang von Konzepten, die einen ausdrücklich interdisziplinären und interkulturellen Horizont eröffnen. Dagegen sind bisherige Einteilungen nach Forschungsrichtungen oder Theorieschulen wie Strukturalismus, Poststrukturalismus, Dekonstruktivismus usw. längst nicht so offen für interdisziplinäre und interkulturelle Gelenk- und Anschlussstellen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Tom Holert über Visual Culture

nbc_westwingTom Holert hat einen lesenswerten Artikel über die im Disziplin Visual Cultures geschrieben.
Während man in Deutschland noch etwas provinziell um den Aufbau der hiesigen Bildwissenschaften ringt,  gibt es das Fach Visual Cultures in Amerika und England schon seit Jahrzehnten – mit Themen und Theorien, die von dem, was hierzulande diskutiert wird, wenig zu tun haben. In Deutschland regiert noch das Modell der althergebrachten Geisteswissenschaften, ob als Wasserkopf an Methodenreflexion oder Werkinterpretation im Geist der Kunstgeschichte.
Holert holt lang aus, um deutlich zu machen, wie wichtig die Reflexion auf den eigenen Standpunkt ist, als beteiligter und nicht als distanzierter Beobachter. Das macht er mit einer amüsanten Wendung. Er outet sich als Fan der amerikanischen Serie The West Wing.

Die multiplen Verstrickungen in die Textualitäten und Performativitäten der globalen visuellen Kultur sind unausweichlich. Dies zu erkennen und theoretisch zu bearbeiten ist – das wäre eine erste These – eine der zentralen Voraussetzungen dafür, eine politische, also kritisch-transformatives Verhältnis zu den Phänomenen und Prozessen der visuellen Kultur entwickeln zu können. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ist Kunstgeschichte historische Bildwissenschaft – oder umgekehrt?

Allegorie-der-MalereiEinmal mehr ging es beim diesjährigen Kunsthistorikertag um die Frage, wie sich die Kunstgeschichte zur Bildwissenschaft verhält. Und einmal mehr vertrat Bredekamp seine Position, dass Kunstgeschichte schon immer historische Bildwissenschaft gewesen sei. Astrit Schmidt-Burkhardt, Dozentin im Fach Kunstgeschichte an der Freien Universität in Berlin,  hat diese These kritisch kommentiert.

Was aber, wenn man diesen Satz paradigmatisch umdreht? Kippt mit der Behauptung ›Historische Bildwissenschaft war immer schon Kunstgeschichte‹ nicht vielleicht eine konsensfähige Doktrin?

Tatsächlich befindet sich die Kunstgeschichte nach wie vor in einer Zwickmühle. Denn einerseits wurde eine große Anzahl von Bildern immer wieder aus dem Bereich der Kunst verbannt. Und andererseits beschränkt sich die Kunst unserer Gegenwart keineswegs mehr auf die Herstellung von Bildern. Die Begriffe Kunst und Bild meinen also keineswegs dasselbe. Diesen Beitrag weiterlesen »

Erklärungsansprüche

bildtheorienBildtheorien heisst der neueste Sammelband des Chemnitzer Bildwissenschaftlers Klaus Sachs-Hombach. In der Einleitung äussert der Herausgeber einige skeptische Überlegungen zum Begriff des iconic turn.

Die in allen gesellschaftlichen Bereichen gestiegene Relevanz und vor allem die zunehmend intensivere wisssenschaftliche Beschäftigung mit Bildern hat dazu geführt, in mehreren Varianten von einem turn zu sprechen. … Ob es aber berechtigt ist, diese Rede vom turn mit einem dem linguistic turn vergleichbaren Erklärungsanspruch zu vebrinden, ist bisher unklar geblieben.

Erklärungsanspruch lautet das Wörtchen, das uns hier aufhorchen lässt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Movens Bild: Bewegende Beweger

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movens_bild_cover_01Bildausschnitte sind gefährlich. Das sollten Bildwissenschaftler wissen. Der Forschungs-Schwerpunkt Eikones, eines der prominentesten derartigen Zentren im Bereich der deutschsprachigen Bildwissenschaften, hat unter dem Titel Movens Bild einen umfangreichen Tagungsband vorgelegt. Online sucht man nach den Aufsätzen leider vergeblich.

Wer das Cover des Buches erkennt, ahnt ein wenig, was es mit dem Inhalt auf sich hat. Die Fotos aus Thomas Struths Audience Serie können dem Band ein Bild geben, wird lapidar im Vorwort vermerkt. Wie genau das zu verstehen ist, bleibt offen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bild-Ereignisse unter Verschluss

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berlusconivilla_usprisonHier 700, dort 2000 Fotos, die nicht veröffentlicht werden. Wir wissen nur, dass es die Bilder gibt. Und wir kennen die Orte, an denen sie entstanden. Hier Berlusconis Villa auf Sardinien. Dort einige US-Militärgefängnisse, wie das berüchtigte Abu Ghraib in Bagdad. Aber es gibt die Bilder nicht zu sehen, sondern nur Beschreibungen der Szenerien, die kaum unterschiedlicher sein könnten.

Die Aufnahmen zeigen unter anderem leicht bekleidete junge Frauen bei der letzten Neujahrsparty Berlusconis in der Villa Certosa. Eingriff in die Privatsphäre klagt der Anwalt des Präsidenten. Nichts von Belang, jedenfalls nicht aus seiner Kamera, entgegnet der Fotograf Antonello Zappadu. Die Polizei konfiszierte seine Bilder.

Im anderen Fall sind es amerikanische Altlasten, die nach vier Jahren wieder ans Licht der Öffentlichkeit kommen, weil Präsident Obama sie zeigen wollte. Diesen Beitrag weiterlesen »