Archiv für die Kategorie „Autor“

Shaping Things to Come

, – von Sterling, Bruce

Shaping Things to Come

Iconic Turn Lecture

Pictures want to be kissed

, – von Mitchell, WJT

mitchel_wjtBilder wollen geküsst werden, denn sie haben ihr eigenes Begehren. Der Erfinder des Pictorial Turn, W.T.J. Mitchell spricht in einem Interview über Lacan und die Frage, was Bilder wollen.

You say that pictures have their own lives and their own desires. You are actually writing a book about the lives and loves of images. Its title will be What do pictures want? What do you think pictures want?

Pictures want to be kissed. But then the question is: What is a kiss? A kiss is a gesture of affection, but it is also something which is beyond affection: the desire to incorporate. It is like something cannibalistic: the wish to incorporate something into you or the wish to be taken in by something. Eating and being eaten. I think one of the constitutive desires that make pictures what they are is that they are designed to be taken in. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sokrates und der Bildbegriff

– von Primavesi, Oliver

primavesi_ilBilder sind Medien in dem Sinne, dass sie, wie andere Medien auch, etwas wiedergeben, was sie nicht selbst sind. Was etwas wiedergeben will, kann aber nicht selbst das sein, was es wiedergibt. Ein Plädoyer für eine Medientheorie.

In platonischen Dialogen kommt es häufig zu folgender Situation. Sokrates bittet seinen Gesprächspartner, den Begriff x, um den es gerade geht, erst einmal zu definieren, er fragt ihn also: Was ist x? Der Partner antwortet, indem er eine Reihe von Beispielen angibt, also etwa: x ist z.B. a, b, und c, aber auch d, nicht zu vergessen e; damit ist Sokrates dann aber ganz und gar nicht zufrieden: Beispiele sind eben keine Definition. Diesen Beitrag weiterlesen »

We do history in the morning and change it after lunch

, , – von Schwenk, Burkhart

schwenk_grimonprDie Frage, wie die Gegenwartskunst mit vorhandenen Bildern umgeht und welche sie produziert, führt in ein fast undurchdringliches Dickicht von Bild-Abbild-Relationen. Denn bildende Künstler produzieren eine Welt der Bilder, die sie ihrerseits einer Welt der Bilder entnehmen.

Seit der Erfindung von Fotografie, des Films, des Fernsehens und der Digitaltechnologien gestalten sich die Abhängigkeiten zunehmend komplex. Dies führt dazu, dass sich der Realität entnommene Bilder einerseits und künstlich geschaffene Bilder andererseits heute immer stärker ähneln, sich zum Teil auch überlagern oder ersetzen. Dies hat Konsequenzen für die Wahrnehmung des Betrachters. Diesen Beitrag weiterlesen »

Cloning Terror

, – von Mitchell, WJT

mitchell_lectureCloning Terror: The War of Images from 9/11 to the Abu Ghraib Photographs

Iconic Turn Lecture

Iconic Turn?

, – von Sauerländer, Willibald

sauerländer_bushAngesichts des Massenkonsums von Bildern drohen wir in die ästhetische Unmündigkeit, in die Idolatrie zurückzufallen, und das dürfen wir nicht zulassen. Wir brauchen daher nicht nur aus kunstgeschichtlichen und ästhetischen, sondern mehr noch aus zivilen und öffentlichen Gründen einen kritischen Ikonoklasmus der visuellen Wahrnehmung. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der altägyptische iconic turn

, – von Assmann, Jan

assmann_tDie griechischen Theorien über die ägyptische Schriftkultur waren keine bloßen Missverständnisse und Gedankenspiele. Die ägyptische Schriftkultur hat in der Tat in der Zeit, zu der die Griechen ihr begegneten, einen iconic turn vollzogen, der in einen Bereich jenseits der Sprache vorstößt.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Auf der Suche nach Bildern

, – von Wenders, Wim

wenders_engelWer sucht, erliegt auch schnell der Sucht nach dem Finden. Unsere Bilder-Sucht ist erheblich gestiegen in diesem letzten Jahrhundert. Wenn aber die Hoch-Zeit des Bildes, des Icons, nach diesem iconic turn überhaupt erst noch vor uns liegt, wohin soll das noch führen?

Sehen wir uns doch nur einmal die Verweildauer des Bildermachers vor dem Bild an. Wie lange hat man einst gebraucht, um vor Ort eine Zeichnung anzufertigen, nach der man später einen Kupferstich für ein Reisebuch angefertigt hat? Wie lange haben die ersten reisenden Fotografen gebraucht, um ihre schweren Kameras aufzubauen, das Tuch über den Kopf zu ziehen und ihre Platte zu belichten? Wie schnell ging dann schon das Fotografieren mit der Kleinbildkamera, und um wie viel schneller wurde das Fotografieren dann noch durch das Automatisieren der Kameras! Mit der Digitalisierung ist nun alles nochmals viel schneller geworden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ortlosigkeit und Bilderfülle

, – von Weibel, Peter

weibel_ilIn der virtuellen Realität, den computerbasierten Umgebungen, wandelt sich die Rolle des Bildes. Ortlos, ohne Existenz eines Originals, wird das Bild zu einer Schnittstelle für die Handlungen verschiedener Personen in Echtzeit.

Die zeitliche Verzögerung zwischen Äußerung und Wahrnehmung, Ursache und Wirkung, verschwindet. Über das Bild können telematisch Handlungen an einem weit entfernten Ort ausgeführt werden. In Multi-User-Environments kommunizieren zahlreiche Personen miteinander, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, über unterschiedlichste visuelle Environments. Diesen Beitrag weiterlesen »

Schrift und Zahl

– von Kittler, Friedrich

marey_kitDer Computer ist das Leitmedium unserer Kultur, das sie von allen anderen Kulturen unterscheidet. Wenn seine Auswirkungen einst offenbar werden, werden berechnete und errechnete Bilder zusammenfallen. Ohne Bilder wären Computer ein Spielzeug von Mathematikern geblieben. Diesen Beitrag weiterlesen »