Iconic Turn Lecture
Archiv für die Kategorie „Autor“
13. Dezember 2004 Shaping Things to Come
11. Dezember 2004 Sokrates und der Bildbegriff
Bilder sind Medien in dem Sinne, dass sie, wie andere Medien auch, etwas wiedergeben, was sie nicht selbst sind. Was etwas wiedergeben will, kann aber nicht selbst das sein, was es wiedergibt. Ein Plädoyer für eine Medientheorie.
In platonischen Dialogen kommt es häufig zu folgender Situation. Sokrates bittet seinen Gesprächspartner, den Begriff x, um den es gerade geht, erst einmal zu definieren, er fragt ihn also: Was ist x? Der Partner antwortet, indem er eine Reihe von Beispielen angibt, also etwa: x ist z.B. a, b, und c, aber auch d, nicht zu vergessen e; damit ist Sokrates dann aber ganz und gar nicht zufrieden: Beispiele sind eben keine Definition. Diesen Beitrag weiterlesen »
8. Dezember 2004 We do history in the morning and change it after lunch
Die Frage, wie die Gegenwartskunst mit vorhandenen Bildern umgeht und welche sie produziert, führt in ein fast undurchdringliches Dickicht von Bild-Abbild-Relationen. Denn bildende Künstler produzieren eine Welt der Bilder, die sie ihrerseits einer Welt der Bilder entnehmen.
Seit der Erfindung von Fotografie, des Films, des Fernsehens und der Digitaltechnologien gestalten sich die Abhängigkeiten zunehmend komplex. Dies führt dazu, dass sich der Realität entnommene Bilder einerseits und künstlich geschaffene Bilder andererseits heute immer stärker ähneln, sich zum Teil auch überlagern oder ersetzen. Dies hat Konsequenzen für die Wahrnehmung des Betrachters. Diesen Beitrag weiterlesen »
16. November 2004 Der altägyptische iconic turn
Die griechischen Theorien über die ägyptische Schriftkultur waren keine bloßen Missverständnisse und Gedankenspiele. Die ägyptische Schriftkultur hat in der Tat in der Zeit, zu der die Griechen ihr begegneten, einen iconic turn vollzogen, der in einen Bereich jenseits der Sprache vorstößt. Diesen Beitrag weiterlesen »
16. November 2004 Auf der Suche nach Bildern
Wer sucht, erliegt auch schnell der Sucht nach dem Finden. Unsere Bilder-Sucht ist erheblich gestiegen in diesem letzten Jahrhundert. Wenn aber die Hoch-Zeit des Bildes, des Icons, nach diesem iconic turn überhaupt erst noch vor uns liegt, wohin soll das noch führen?
Sehen wir uns doch nur einmal die Verweildauer des Bildermachers vor dem Bild an. Wie lange hat man einst gebraucht, um vor Ort eine Zeichnung anzufertigen, nach der man später einen Kupferstich für ein Reisebuch angefertigt hat? Wie lange haben die ersten reisenden Fotografen gebraucht, um ihre schweren Kameras aufzubauen, das Tuch über den Kopf zu ziehen und ihre Platte zu belichten? Wie schnell ging dann schon das Fotografieren mit der Kleinbildkamera, und um wie viel schneller wurde das Fotografieren dann noch durch das Automatisieren der Kameras! Mit der Digitalisierung ist nun alles nochmals viel schneller geworden. Diesen Beitrag weiterlesen »
16. November 2004 Schrift und Zahl
Der Computer ist das Leitmedium unserer Kultur, das sie von allen anderen Kulturen unterscheidet. Wenn seine Auswirkungen einst offenbar werden, werden berechnete und errechnete Bilder zusammenfallen. Ohne Bilder wären Computer ein Spielzeug von Mathematikern geblieben. Diesen Beitrag weiterlesen »
