Archiv für die Kategorie „Autor“

Bewegliche Fluchtpunkte

, – von Asendorf, Christoph

asendorf_chrBewegliche Fluchtpunkte – Der Blick von oben und die moderne Raumanschauung

Wenn Objekte zu Bildern werden

, – von Sterling, Bruce

sterling_ilUnser Denken wurde schon immer von Bildern bestimmt. Doch digitale Bilder werden künftig auch unser Verhältnis zu Objekten beeinflussen. Der Science Fiction Autor Bruce Sterling in einem Interview über den Iconic Turn und die Folgen künftiger Technologie.

Viele Wissenschaftler sprechen heute vom “Iconic Turn” oder “Visual Turn”. Gibt es Ihrer Ansicht nach überhaupt einen “Iconic Turn”?

Eigentlich nicht. Wir sind alle mit dem Fernsehen aufgewachsen, und es ist ganz sicher, dass wir heute in erster Linie in Form von verbundenen Bildern (linked images) denken. Aber ich habe den Verdacht, dass wir das schon immer getan haben: Wirklich rationales Denken findet man jedoch selten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Das Feste und das Flüchtige

, – von Zanker_Paul

zanker_pDas Feste und das Flüchtige.
Wie die Bilder das Selbstverständnis der Gesellschaft im römischen Kaiserreich modellierten

Re-calling DEMIURGOS

– von Isozaki, Arata

isozaki_aRe-calling DEMIURGOS

Iconoclasm in the 21st Century

– von Isozaki, Arata

isoz_aIn the beginning of this century two sets of enormous structures were destroyed: the great Buddhas carved into a rock wall in Bamiyan and the World Trade Center in Manhattan. The two incidents can be understood as iconoclastic gestures. The architect Arata Isozaki on icons and icononclasm in the 21st century. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bildkörper oder Körperbild

, – von Schievenhöfel, Wulf

koerperbild_schvon Wulf Schievenhöfel

In Neuguinea gibt es Papua-Kulturen, die erstaunliche Bildwerke hervorbringen. Angehörige benachbarter Kulturen kennen solche Bildwerke nicht, schmücken ihre Körper jedoch mit auffälligen Dekorationen. Warum ist das so? Der Humanethologe Wulf Schiefenhövel findet dafür zwei Gründe: religiöse Motivation und soziale Attraktivität.

Warum verändern Menschen Gegenstände über das Maß hinaus, das notwendig ist, um funktionale Werkzeuge zu erhalten, warum investieren sie Zeit und Mühe in Schmuckstücke oder Körperbemalung, warum schaffen Menschen Kunst? Ist künstlerische Kreativität selektionsneutrales Epi-Phänomen oder zentrale biopsychische Eigenschaft des Homo sapiens, die seine Eignung für die Welt erhöht? Es scheint mir, dass die evolutionsbiologische Sicht jene Basis am besten erkennen lässt, auf der künstlerische Ambitionen und Schöpfungen als allgemein menschliches Phänomen entstehen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Slow motion – die neue Langsamkeit der Bilder

– von Dercon, Chris

dercon_ilMit der Beschleunigung des Alltags ist die Lust an der Langsamkeit zurückgekehrt. Künstler, Filmemacher, Architekten und Designer setzten in ihren Werken immer mehr auf slow motion.

Ich schlage vor, dass wir dringend ein neues Verständnis von Langsamkeit entwickeln, um eine endgültige Abwesenheit zu vermeiden. Im Augenblick zeigen Künstler, egal ob sie Filmemacher, Architekten oder Designer sind, ein wachsendes Interesse an Langsamkeit. So etwa die Arbeit 24 Hour Psycho von dem Künstler Douglas Gordon oder American Car von David Claerbout (Lenbachhaus). In diesen Videoinstallationen gibt es keine filmische Bewegung im herkömmlichen Sinn. Vielmehr bringen Gordon und Claerbout jede Bewegung zu vollkommenem Stillstand. Diese Wirkung wurde durch bestimmte technische Mittel erzielt; aber auch der Betrachter kann sie in seiner kognitiven Wahrnehmung herstellen, als Affekt- Effekt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Was Texte leisten und Bilder können

, – von Giuliani, Luca

giuliani_ilWas können Bilder und was leisten Texte? Weil Worte nacheinander gelesen und Bilder auf einen Blick erfasst werden, gab der Dichter Gotthold Ephraim Lessing der Literatur gegenüber der bildenden Kunst den Vorrang. Der Archäologe Luca Giuliani meint, dass sich keine dieser Thesen halten lässt.

Die Diskussion über Dauer und Art der ästhetischen Wahrnehmung ist uferlos: zu Anfang des 18. Jh. betonte Roger de Piles in seinem Cours de Peinture par Principes die entscheidende Bedeutung des allerersten Anblicks (”le premier coup d’oeil”); Herder machte in seiner Erwiderung auf Lessing aus diesem premier coup d’oeil den Einstieg in eine Kontemplation, die kein Ende hat: “der erste Anblick sei permanent, erschöpfend, ewig”. Das Problem ist bis heute ungelöst: man weiß, wann man anfängt, ein Bild zu betrachten; aber man weiß – anders als bei einem Text – leider nie, wann man fertig ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

Radical Reductionism in Art and Science

, – von Kandel, Eric

kandel_eRadical Reductionism in Art and Science

Iconic Turn Lecture

Esthétique et éthique: l’image brûle

, , – von Didi-Huberman, Georges

did_hubermanEsthétique et éthique: l´image brûle

Iconic Turn Lecture